Gesundheitsversorgung vor Ort, kritische Infrastruktur und Digitalisierung sind seit der Corona-Pandemie oft diskutierte Themen. Für Koblenz gilt das ganz besonders – schließlich arbeiten über 10.000 Menschen in der Stadt in der Gesundheitsbranche. Deshalb hat sich die Koblenzer Landtagsabgeordnete Anna Köbberling in ihrer diesjährigen Sommerreise mit dem Thema Gesundheitswirtschaft beschäftigt: Bei ihrer Gesprächsreihe besuchte Köbberling mehrere innovative Unternehmen und Einrichtungen in Koblenz und Umgebung.

Eines der größten Unternehmen in der Region ist die Compugroup Medical. Hier sprach Köbberling mit Geschäftsführer Daniel Gotthardt über digitale Herausforderungen der Krankenhausreform. Auch das hochinnovative Unternehmen Qurasoft widmet sich digitalen Lösungen, und zwar vor allem als App auf dem Handy. Hier werden Anwendungen zur Fernüberwachung chronischer Erkrankungen entwickelt, die u.a. die Kommunikation zwischen Arzt/Ärztin und Patient/in verbessern. „Diese Beispiele zeigen, wie die Digitalisierung die ärztliche Versorgung intensivieren und die Lebensqualität vieler Menschen steigern kann“, so Köbberling.

AOK-Vorstandsmitglied Udo Hoffmann stellte bei einem Besuch neue Kommunikationskanäle vor, um Angebote gezielter und besonders für Familien sichtbar zu machen. Köbberling begrüßte diesen Ansatz: „Gesundheitsprävention beginnt bei der richtigen Ansprache – und die muss zielgerichtet und lebensnah sein.“ Neben der AOK wird Köbberling zum Ende der Sommerferien auch die Debeka besuchen.

Im Gespräch mit Beatrix Förster vom Start-up Doderm, das mit innovativer Hautpflege im Technologiezentrum Koblenz (TZK) aktiv ist, sprach Köbberling über die Rahmenbedingungen für Medizin-Start-Ups in Koblenz. „Start-ups brauchen gute Netzwerke, verlässliche Beratung und Förderungen – dafür setzt sich die Landesregierung mit verschiedenen Angeboten ein“, so Köbberling.

Kritische Infrastruktur ist seit der Pandemie stärker in das Alltagsbewusstsein gerückt. In Koblenz gibt es mit Krieger Pharma ein Unternehmen, das führend in der Lagerlogistik ist: Apotheken, Sanitätshäuser und Privatpersonen werden vom großen Zentrallager aus in kürzester Zeit mit Medikamenten und Hilfsmitteln versorgt. Außerdem lagert das Unternehmen die nationale Impfstoffreserve.

Auch die großen Koblenzer Krankenhäuser sind für die Versorgung unverzichtbar: Im August tauscht sich Köbberling hierzu mit dem Kommandeur des Bundeswehrzentralkrankenhauses, Oberstarzt Robert Schwab, aus. Dabei wird es auch um die Sicherung des ärztlichen Nachwuchses durch den Medizincampus Koblenz gehen.

„Die Gespräche zeigen, wie eng wirtschaftliche Innovationskraft, digitale Transformation und eine verlässliche Gesundheitsversorgung zusammenhängen“, bilanziert Anna Köbberling ihre Sommerreise: „Diese Impulse nehme ich mit in den Landtag, denn sie zeigen, wo die Landesregierung gezielt unterstützen kann.“