50 Tonnen CO2 will der Landtagskandidat Stephan Otto (CDU) mit einer Spende an ein Projekt im Kamerun für seinen Wahlkampf ausgleichen. An sich eine löbliche Sache und bestimmt ein gutes Projekt, findet die Landtagsabgeordnete Anna Köbberling (SPD):

Allerdings wäre es nach Ansicht der SPD-Politikerin noch sinnvoller, die 50 Tonnen CO2 erst gar nicht entstehen zu lassen.

Köbberling überprüft in ihrem Wahlkampf – wie auch im Alltag – jede Entscheidung auf ihre Nachhaltigkeit. „Mein erklärtes Ziel ist ein klimaneutraler Wahlkampf“, berichtet die Abgeordnete. „Konkret sieht das folgendermaßen aus:

  • Mein Wahlkampfmobil ist das winziges Elektroauto, ein Renault-Twizy, den ich seit vielen Jahren auch im Alltag fahre. Gespeist wird er mit Ökostrom der EVM.
  • Meine Plakate werden aus Pappe bestehen und sind damit 100% recyclingfähig.
  • Meine Flyer werden klimaneutral gedruckt, auf ungebleichtem Papier und mit mineralölfreien Farben.
  • Meine Banner werden aus nachhaltigem Mesh-Gewebe bestehen, bei dem halb so viel Material wie bei einem PVC-Banner benötigt wird und darüber hinaus durch die Lücken im Material eine geringere Windlast entsteht, was hilft, Bauwerke wie Brücken zu schonen. Das Material ist  vollständig recyclebar ist und wird klimaneutral bedruckt.
  • Auch meine Give-Aways sind nachhaltig: Die Kugelschreiber bestehen aus heimischem Fichtenholz, und die Schokolädchen sind in 100% recyclebare Alufolie verpackt. Beides zusammen findet seinen Platz in einem Papiertütchen.“

„Das nachträgliche Wiedergutmachen von Umweltsünden ist besser als nichts, aber immer nur die zweitbeste Lösung“, resümiert Köbberling.

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