Dieser Tage haben Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Wissenschaftsminister Dr. Konrad Wolf einen Kooperationsvertrag mit der Universität Mainz und verschiedenen Trierer Krankenhäusern unterzeichnet, der die Absolvierung des 10. Fachsemesters und des praktischen Jahres des Medizinstudiums in Trier ermöglicht.  Es handelt sich dabei um eine Maßnahme zur Stärkung der ärztlichen Versorgung im ländlichen Raum, denn Studierende bleiben häufig in der Region, in der sie studiert haben.

Die Landtagsabgeordnete Dr. Anna Köbberling fordert eine Dezentralisierung des Medizinstudiums auch für Koblenz. „Koblenz verfügt mit dem Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein, dem Katholischen Klinikum und dem Bundeswehrzentralkrankenhaus über eine qualitativ hervorragende Krankenhauslandschaft“, argumentiert sie. „Alle Häuser sind bereits akademische Lehrkrankenhäuser der Universität Mainz. Bereits seit mehreren Jahren besteht eine Arbeitsgruppe, in der unter Federführung des Bundeswehrzentralkrankenhauses sogar schon ein Curriculum bis hin zu einer Art Stundenplan ausgearbeitet wurde.“

Koblenz sei von Mainz aus noch leichter zu erreichen als Trier, so dass die Anbindung an die Universität Mainz sogar noch einfacher wäre, so die Abgeordnete. Von Koblenz aus könnte die Ärzteversorgung in den Regionen Westerwald, Hunsrück und Eifel gesichert werden. Nach einer Auswertung der Erfahrungen aus Trier könnten die Koblenzer Partner sehr rasch an den Start gehen, so dass ein Studienbeginn zum Wintersemester 23/24 nicht unrealistisch ist. In Koblenz könne auch nicht nur das Studium der letzten Semester und des praktischen Jahres, sondern der gesamten klinischen Phase des Medizinstudiums angeboten werden. „Ich werde mich nachhaltig dafür einsetzen, dass die Vision, die praktische Phase des Medizinstudiums in Koblenz absolvieren zu können, in der nächsten Legislaturperiode Wirklichkeit wird“, verspricht Köbberling. „Da die Ärzteversorgung in der Fläche ein sehr wichtiges Zukunftsthema ist, freue ich mich, dass viele wichtige Akteure dabei am gleichen Strang ziehen.“

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