Auf Anregung von Mitgliedern des Anglerclubs „Koblenz-Metternich 1923 e.V.“ hat sich die Landtagsabgeordnete Dr. Anna Köbberling (SPD) an das Umweltministerium Rheinland-Pfalz gewandt, um Auskunft über die Wasserqualität der Mosel und den Einfluss auf die Artenvielfalt im Gewässer zu erhalten. Hintergrund sind vermehrte Beobachtungen von Blaualgen, die die Wasserqualität beeinträchtigen können. Auch die eingeschleppten Grundelarten sorgen unter den Anglerinnen und Anglern für Beunruhigung.

„Die Blaualgen tragen zwar zur Verschlechterung der Wasserqualität bei, doch hat dies bisher keinen Einfluss auf die Möglichkeit des Verzehrs von Moselfischen genommen. Dafür bestünden die „Blüten“ erst für eine viel zu kurze Zeit, um über das Nahrungsnetz zum Fischfleisch zu gelangen“, so die Abgeordnete Köbberling. Laut des Antwortschreibens des rheinland-pfälzischen Umweltministeriums seien auch die Grundelarten nicht für das verstärkte Aufkommen der Blaualgen verantwortlich. Vielmehr sehe man Faktoren wie die insgesamt geringe Niederschlagsmenge im Sommer und auch die langen und tiefen Stauabschnitte der Mosel als Gründe zur Ausbreitung der Algen an.

Vor allem die Schwarzmundgrundel hat sich in den letzten Jahren massenhaft in den großen Fließgewässern des Landes Rheinland-Pfalz angesiedelt. „Jedoch ist die Tendenz des Bestandes sehr unterschiedlich. Während der Bestand an Obermosel zunimmt, hat sich dieser am Unterlauf der Mosel verringert“, informiert die Abgeordnete Köbberling. Belege für eine geringere Artenvielfalt in der Mosel durch das Aufkommen der Grundel sieht das Ministerium nicht. Allerdings sei von einer erhöhten Konkurrenz um Nahrung und Lebensraum auszugehen.

Verzehr von Fischen aus der Mosel trotz Blaualgen unbedenklich

 

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